Bernsteine auf Rømø / DK

Heute möchte ich euch mal nichts Neues von Cuxhaven berichten, sondern von meinem 1 wöchigen Urlaub auf der schönen dänischen Insel Rømø erzählen.

Auch die dänische Nordseeküste ist bekannt für ihre Bernsteinfunde. Es sollen unter bestimmten Wetterbedingungen Funde von 1 kg Bernstein pro Person und mehr möglich sein. Vor Jahren konnte man im Naturkundemuseum von Gram / DK den Tagesfund eines dänischen Sammlers bestaunen. Stolze 2,4 kg schönstes Nordseegold.

Motiviert durch solche Fundmeldungen entschlossen wir uns über Silvester ein Ferienhaus auf Rømø  zu beziehen.

Der Schock war groß als ich zum ersten Mal den Strand zu Gesicht bekam. 3 km breit und an der Wasserkante 20 km lang. Mit solchen Dimensionen hatte ich nicht gerechnet. Im Norden der Insel ist ein Militärgebiet, welches nicht betreten werden darf. Das beschränkt das Suchgebiet ein bisschen, dennoch ist mehr als genug Platz zum Suchen.

Bei der Suche nach fundträchtigen Gebieten, orientierte ich mich erstmal an den anderen Sammlern um ein Gefühl für die Bedingungen vor Ort zu bekommen. Dort wo Menschen mit dem Gesicht nach unten über den Strand schleichen, ist man meist gut aufgehoben. In einigen netten Gesprächen mit anderen Sammlern erfährt man Details zur aktuellen Situation, wobei man sagen muss, der Bernsteinsucher an sich ist nie zufrieden. Es könnte immer besser und mehr Bernstein sein.

Ich hatte Glück. Der Wind spielte mit. In der ersten Nacht auf der Insel gab es eine schönen Nordweststurm der schnell abflaute und erste kleine Funde stellten sich ein. Aber für gute Funde war die Wassertemperatur nicht optimal. Dies scheint auf Rømø einen deutlich größeren Einfluss auf die Fundmenge zu haben als in Cuxhaven. Hintergrund ist, dass bei 4 Grad die Dichte des Wassers am höchsten ist. So schwimmt der Bernstein leichter auf und wird besser an Land getragen. Auch der am nächsten Tag wieder aufkommende kräftige Südwestwind vereitelte weiter Funde. Es wurde kaum Treibgut an den Strand gespült.

Der Wind änderte sich erst einen Tag vor unserer Abreise wieder zu unseren Gunsten, so dass noch ein paar kleine Bernsteinkrümel gefunden werden konnten.

Durch die intensive Suche morgens und abends mit der Taschenlampe, konnte ich trotzdem ein paar kleine Funde für meine Sammlung sichern.

Interessant waren auch die im Strandfunde die ganz anders waren als ich es aus Cuxhaven gewöhnt bin. Neben massenhaft Schwertmuscheln und sehr vielen Wellhornschnecken, besteht der Spülsaum fast nur aus Rückständen von Würmern und schwarzem Holz.

Im folgenden hab ich euch ein paar Bilder zusammengestellt. Unter anderem ein Bild einem Holzbrett eines offensichtlich deutschen Schiffes, welches mit Messingschildern bestückt war. Ich hätte es gerne mitgenommen, aber der Weg zum Auto war leider zu weit und das Holzstück zu schwer um es mitzunehmen. Außerdem ist die Konservierung solcher mit Meerwasser getränkten Holzstücke extrem aufwändig und zeitintensiv.

Trotz der recht überschaubaren Funde, werde ich nicht das letzte Mal an der dänischen Nordseeküste gewesen sein. Es bleibt nur ein kleiner Wermutstropfen: Meine Frau hat den größten Bernstein gefunden…

Endlich Sommer !

Oder auch nicht… Der Kalender sagt zwar das wir in Badehose durch Watt laufen können, aber die Realität sieht anders aus.

Bei 17 Grad und Wind, wird es im Tshirt draußen im Watt schnell zu kalt. WIND ? Ja Wind, die letzten Tage hat es kräftiger aus West bis Nordwest geblasen, und so war ich heute endlich mal wieder unterwegs.

Die Funde sind überschaubar, aber nicht schlecht,  immerhin haben wir Anfang Juli und die Touristen drängen durch Cuxhavens Straßen.

Ein paar kleine Stückchen konnte ich finden und es war auch mal wieder schön Draußen gewesen zu sein.

Eine gute Ausbeute für einen Sommertag.

Und denkt immer daran, solltest Ihr mal nicht der Erste im Holz am Strand oder draußen im Watt sein: Niemand findet alles, auch nicht ich. 😉

In diesem Sinne, wünsche ich euch eine schönen Sommerurlaub,  vielleicht ja in Cuxhaven.

Es kommt nicht auf die Größe an !

Der starke Nordwest Wind heute Nachmittag war für das viel zu hohe Niedrigwasser verantwortlich, so das die Aussichten auf gute Funde eher gering waren, aber um die Frühlingssonne zu genießen und mit der Hoffnung auf ein paar kleine Funde war ich trotzdem unterwegs.

Gefunden habe ich nicht viel, nur ein paar Krümel rund um die Rettungsbake 1, aber es kommt ja nicht immer nur auf die Größe an.

Unter dem Mikroskop zu Hause zeigte sich im größten Bernstein des Tages eine Inkluse.

Der nur 6 mm große und 0,1 Gramm schwere Bernstein enthält eine super erhaltene kleine Fliege, ist sogar mittig eingebettet, so das ich den Stein von beiden Seiten anschleifen konnte.

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Jeder Bernstein und ist er noch so klein, kann einen Schatz enthalten.

Die erste Bernstein Perle

Ich habe in den letzten Tagen schon einige Versuch gemacht eine Perle im Aussehen der berühmten Trollbeads Perlen zu drechseln. Heute Vormittag hatte ich endlich die Ruhe und den richtigen Bernstein für dieses Projekt.
Die erste Perle ist nun fertig geschliffen und poliert.

Die ersten Familienmitglieder haben schon Bedarf angemeldet.

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Bernstein und Bier

In den letzten Tagen hatten wir hier in Cuxhaven einen kräftigen West und Nordwest Wind. Am Strand konnten durch die höheren Pegelstände einige kleine Funde gemacht werden.

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Und wenn am Strand was zu finden ist, dann doch vielleicht auch draußen im Watt ? Deshalb hat es mich gestern raus ins Watt gezogen. Allerdings musste ich weit laufen um fündig zu werden.

Aber gestern wurde ich gleich zwei mal belohnt. Ich konnte einige schöne Bernsteine finden, die alle zusammen in einem kleinen Feld mit schwarzem Holz lagen und eine sehr schöne alte Bierflasche.

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Die Löwenbrauerei Existierte zwischen 1881 und 1919 in Hamburg. Also ist die Flasche gut 100 Jahre alt.

Die Flasche muss bis vor einigen Tagen noch verschlossen gewesen sein, denn der Verschluss lag nur 2 Meter entfernt. Leider ist das Eisen des Bügels weggerostet, sonst hätte ich jetzt ein 100 Jahre altes Bier 😉

 

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Wale, Delphine und Spinnen

In den letzten zwei Wochen, konnte ich ein paar mal zum Bernstein suchen raus ins Watt.

Letzte Woche Dienstag wanderte ich am Leitdamm entlang Richtung Rettungsbake 1 als mir in der Elbe neben dem Fahrwasser ein Großer Tummler entgegen kommt. Seine markante Rückenflosse  konnte ich 4 mal kurz zwischen den kleinen Wellen auftauchen sehen.

Es ist schon einige Jahre her, das ich das letzte mal einen Delphin in der Elbe gesehen habe, obwohl sie hier zu Hause sind.

Gestern gab es gleich das nächste Highlight. Das Wasser fing grade an auf zu laufen, und ich suchte ein kleine Feld mit schwarzem Holz am Rand eines tiefen Priels ab, als ich es hinter mir kräftig platschen hörte.

Keine 25 Meter hinter mir, war ein Schweinswal in zu flaches Wasser geraten und versuchte sich wieder zu befreien. Doch bevor ich zu ihm hinlaufen konnte um ihm zu helfen, hatte er sich schon wieder befreit, und verschwand wieder im tiefen Wasser.

Leider waren der Delphin zu weit entfernt und der Schweinswal zu schnell um Fotos zu machen, aber Heute konnte ich zumindest noch einen schönen Fund machen.

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Zu meiner Überraschung fand ich unter meinem Mikroskop eine ca 4 mm große Spinne. Und das war schon die zweite diese Woche. 🙂

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Aber auch noch was für alle Wattläufer: die Rettungsbaken 2 und 3 wurden in den letzten Tagen wieder aufgestellt.

 

Ostereier im Watt

Heute Vormittag erbrachte die Bernsteinsuche im Watt bei stark auffrischendem Wind nur eine magere Ausbeute, aber ich konnte eine neue Inkluse meiner Bernsteinsammlung hinzufügen.

Diesmal konnte ich zwei Fliegen in einen grade mal 0,7 Gramm schweren Bernstein finden.

Den Bernstein muss wohl der Osterhase gestern vergessen haben 😉

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